Sandra Richter ist in dritter Generation Geschäftsführerin eines der spannendsten Maschinenbauunternehmen Deutschlands. Beim Gespräch in ihrem Büro
in Stuttgart wird schnell klar: Sie vereint Familientradition mit radikaler Innovation — und sie hat Geduld, die man heute kaum noch findet.
Über die Weitergabe von Verantwortung
Mein Vater ist 1987 mit dem Gedanken angetreten, dass man mit gutem Handwerk und klarem Verstand ein Unternehmen aufbaut, das länger lebt als eine Person. Als ich reinkam — zunächst nicht als Geschäftsführerin, sondern in der Fertigung — war für mich schnell klar: Ich muss diesen Anspruch verstehen und mit meiner eigenen Zeit weiterbauen. Das war weniger eine Übergabe als ein gemeinsames Weiterarbeiten.
„„Wenn ich etwas mit Mittelständlern lerne: Es ist nicht die Größe, die überlebt, sondern die Klarheit über das, was man kann.“"
Zukunft des Mittelstands
Das ist eine Chance — wenn wir als Mittelstand verstehen, dass wir nicht gegen KI antreten, sondern mit ihr arbeiten. Für Maschinenbau heißt das
konkret: Wir müssen intelligentere Maschinen bauen. Die anderen machen es ja auch. Der Unterschied ist: Wir haben 280 Menschen, die wissen, wie man
es richtig macht. Das ist nicht zu kaufen.
